Inhaltsangabe richtig schreiben!
Das Verfassen einer Inhaltsangabe unterliegt festen Regeln:
1) Die Inhaltsangabe wird nüchtern, sachlich und informativ verfasst. Auf alle Details, die für das Verständnis
der Handlung nicht notwendig sind, wird verzichtet. Eine spannende Darstellung wird nicht gewünscht,
genauso wenig wie die persönliche Meinung. Persönliche Wertungen gehören in keine Inhaltsangabe.
2) Die Inhaltsangabe wird stets in der Gegenwart/Präsens geschrieben.
3) In einer Inhaltsangabe wird nicht aus dem Originaltext zitiert; es darf keine wörtliche Rede darin
vorkommen. Sie wird mit eigenen Worten verfasst.
4) Grundlage einer Inhaltsangabe bildet eine logisch aufgebaute, strenge Gliederung, die immer eingehalten
werden muss. Dabei ist immer das Selbe Schema vorgegeben: Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Das Erstellen der Einleitung
- Zunächst werden die Grunddaten des Textes kurz dargestellt. Dazu gehören die genauen Angaben des
vollständigen Titels, der Name des Verfassers, Hinweise zur Textart, sowie Zeit und Ort der Handlung.
- Danach wird in ein/zwei Sätzen kurz die Handlung angerissen, sowie unbedingt die Hauptpersonen
vorgestellt.
- Eine Einleitung kann beispielsweise folgendermaßen aussehen: Der Artikel „XY“ von Abc handelt von XXX.
Das Verfassen des Hauptteils
- Hier werden das Wesentliche/die wichtigsten Handlungsschritte des Inhaltes kurz zusammengefasst.
- Dabei ist die Einhaltung der chronologischen Reihenfolge aller Geschehnisse zwingende Voraussetzung. Nur
so kann deutlich vergegenwärtigt werden, in welcher Reihenfolge die Abläufe stattfinden und welche kausalen
Zusammenhänge vorhanden sind.
- Nachfolgende Fragestellungen können bei der Formulierung einer sachlichen und informativen Zusammen-
fassung eines Textes unterstützend behilflich sein:
WER sind die Hauptpersonen?
WO spielt die Handlung?
WAS sind die wichtigsten Ereignisse?
WANN finden welche Vorgänge statt?
WAS denken die Personen?
Der Schlussteil
- Die Inhaltsangabe schreiben sollte (ist kein Muss) mit einem guten Abschlusssatz beendet werden.
- Dies kann eine Rezession sein, d.h. der Inhalt des Textes wird kurz bewertet.
- Als Abschlusssatz kann auch eine Interpretation möglicher Absichten des Autors sein.
- Eine letzte Möglichkeit bietet aber auch ein Hinweis auf die Wirkung des Textes auf die Leser.